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ChatGPT DSGVO-konform nutzen: die fünf Schritte

Sie haben sich entschieden, ChatGPT im Unternehmen einzusetzen, und suchen nicht nach einer Warnung, sondern nach dem Verfahren. Diese Seite beschreibt es in fünf Schritten: den vertraglichen Zugang, die Trainingseinstellung, den Auftragsverarbeitungsvertrag, die Dokumentation und den Schritt, der unabhängig vom Anbieter wirkt: personenbezogene Daten aus dem Prompt zu nehmen, bevor er das Haus verlässt. Am Ende steht ein durchgerechnetes Beispiel an einem Support-Ticket, vom Eingang bis zur versandfertigen Antwort.

Zuletzt aktualisiert: · Persona — Relativity GmbH

Ist ChatGPT DSGVO-konform? Die kurze, ehrliche Antwort

Was mit Ihren Eingaben passieren kann und welche Fragen Sie klären müssen

Drittlandtransfer nach Art. 44 ff. DSGVO: worauf es ankommt

Schritt 1: Den vertraglichen Zugang klären

Schritt 2: Training mit den eigenen Eingaben abschalten und den Zustand dokumentieren

Schritt 3: Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen

Schritt 4: Verarbeitungsverzeichnis und Drittlandtransfer dokumentieren

Schritt 5: Personenbezogene Daten entfernen, bevor der Prompt abgeht

Durchgerechnetes Beispiel: Support-Ticket, Pseudonyme, Antwort, Re-Identifikation

Was Pseudonymisierung rechtlich ändert und was sie nicht leistet

Checkliste für den Einsatz im Unternehmen

Häufige Fragen

Ist ChatGPT DSGVO-konform?

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Die Frage lässt sich so nicht beantworten, weil DSGVO-Konformität keine Eigenschaft eines Werkzeugs ist, sondern eines Verarbeitungsvorgangs. Verantwortlich für diesen Vorgang sind Sie, nicht der Anbieter. Entscheidend ist deshalb, unter welchem Vertrag Sie den Dienst nutzen, was Sie in den Prompt schreiben und ob Sie beides dokumentiert haben.

Darf ich personenbezogene Daten in ChatGPT eingeben?

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Nur, wenn für diese Verarbeitung eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO besteht, ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter vorliegt und ein Drittlandtransfer, falls einer stattfindet, auf eine Übermittlungsgrundlage nach Art. 44 ff. DSGVO gestützt ist. Fehlt eines davon, ist die Übermittlung in dieser Form nicht tragfähig. Die personenbezogenen Angaben vor dem Absenden durch Pseudonyme zu ersetzen senkt das Risiko deutlich und erhält den Nutzen des Modells, ersetzt aber weder Rechtsgrundlage noch AV-Vertrag: Pseudonymisierte Daten bleiben personenbezogene Daten. Ob Ihr Fall die Voraussetzungen erfüllt, klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Was macht ChatGPT mit meinen Daten?

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Das hängt vom Tarif und von den jeweils geltenden Bedingungen des Anbieters ab und ändert sich mit Produktänderungen. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf Hörensagen, sondern klären Sie drei Punkte in der aktuellen Fassung der Bedingungen: ob Eingaben zur Verbesserung oder zum Training von Modellen verwendet werden, wie lange Eingaben gespeichert werden und wer beim Anbieter darauf zugreifen kann. Halten Sie die Antworten mit Datum und Fundstelle fest, damit Sie den Zustand später belegen können.

Gibt ChatGPT Daten an Dritte weiter?

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Ob und an welche Unterauftragsverarbeiter ein Anbieter Daten weitergibt, steht im Auftragsverarbeitungsvertrag und in der zugehörigen Liste der Unterauftragsverarbeiter. Diese Liste gehört zu den Unterlagen, die Sie vor der Freigabe eines Werkzeugs anfordern und prüfen sollten, insbesondere im Hinblick darauf, in welchen Ländern diese Unternehmen verarbeiten. Änderungen an der Liste muss der Anbieter Ihnen nach Art. 28 Abs. 2 DSGVO anzeigen, und Sie können ihnen widersprechen.

Brauche ich für ChatGPT einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

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Ja, sobald Sie personenbezogene Daten an den Dienst übermitteln und der Anbieter sie für Sie weisungsgebunden verarbeitet. Das gilt auch für pseudonymisierte Daten, denn diese bleiben nach Erwägungsgrund 26 DSGVO personenbezogene Daten. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ersetzt allerdings nicht die Rechtsgrundlage der Verarbeitung, sondern kommt zu ihr hinzu.

Dürfen Mitarbeitende ChatGPT mit ihrem privaten Zugang beruflich nutzen?

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Für personenbezogene Daten scheidet das in aller Regel aus. Ein privat abgeschlossener Vertrag bindet den Anbieter nicht gegenüber Ihrem Unternehmen, es existiert kein Auftragsverarbeitungsvertrag, und Sie haben weder Kontrolle über die Einstellungen des Zugangs noch die Möglichkeit, ihn beim Ausscheiden zu entziehen. Regeln Sie das in einer schriftlichen Richtlinie und stellen Sie einen freigegebenen Zugang bereit, sonst entsteht Schatten-IT.

Reicht es, im Prompt einfach die Namen zu ändern?

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Als Verfahren nicht. Von Hand ersetzte Namen bleiben in der Kopfzeile, in der Signatur oder in einem zitierten Absatz stehen, und identifizierend sind ohnehin selten nur die Namen, sondern die Kombination aus Kundennummer, Adresse, Geburtsdatum und Kontoverbindung. Ein automatisierter Schritt ersetzt jede erkannte Angabe konsistent durch dasselbe Pseudonym und liefert eine Zuordnungstabelle, mit der sich die Antwort des Modells anschließend wieder auflösen lässt.